Esra E.

Eine erfolgreiche Reise zu den Menschen, die Hilfe brauchen

Esra war unter den ersten, die an der Ausbildung zur Servicehelferin im Sozial- und Gesundheitswesen teilgenommen hat. Das war von 2007 bis 2009. Heute ist die selbstbewusste 26-Jährige freiberuflich als medizinische Masseurin und als Dozentin im Rahmen der Servicehelfer-Ausbildung tätig.

Im sozialen Bereich beschäftigt zu sein, konnte sich Esra vor ihrer Servicehelfer-Ausbildung nicht vorstellen. Doch ihre Ausbildung wird eine Reise, die ihr zeigt, dass sie sich bei der Arbeit mit Menschen wohlfühlt und dass es ihr gefällt, Menschen zu unterstützen, die auf Hilfe angewiesen sind. Drei Jahre ist sie nach ihrem Abschluss als Therapieassistentin im Robert-Bosch-Krankenhaus, bevor sie sich dazu entscheidet, eine weitere Ausbildung als medizinische Masseurin anzuschließen. Das war jedoch nicht die einzige berufliche Veränderung für Esra. Durch eine Werbeaktion für die Servicehelfer-Ausbildung trifft sie die Leiterin des Bildungszentrums Wohlfahrtswerk, Ute Schienmann – wenige Monate später steht Esra als Dozentin vor ihrer ersten Servicehelfer-Klasse.

Selbstbewusstsein, Strenge und Durchsetzungsvermögen – das sind die Eigenschaften, die für ihre tägliche Tätigkeit als Dozentin wichtig sind. Aber eben auch die Fähigkeit Inhalte strukturiert auf- und vorzubereiten, um sie verständlich vermitteln zu können und um auf Fragen vorbereitet zu sein. „Dass ich während meiner Ausbildungszeit viele Präsentationen halten und diszipliniert lernen und arbeiten musste, davon profitiere ich jetzt sehr“, ist Esra überzeugt. Mithilfe der beruflichen Erfahrung als medizinische Masseurin kann sie den Auszubildenden Themen wie „Feinmotorik und Koordination“ oder „Bewegungsspiele“ praxisorientiert näher bringen.

Schon während ihrer eigenen Ausbildung hat Esra gerne ihren Mitschülern geholfen, sie motiviert durchzuhalten, um die Ausbildung abzuschließen. Bei ihrer jetzigen Arbeit als Dozentin liegt ihr das besonders am Herzen: „Ich freue mich, wenn ich mein Wissen weitergeben kann und ich sehe, dass meine Schüler davon profitieren.“

Auch wenn sie zu Beginn ihrer Ausbildung der Arbeit im sozialen Bereich mit Skepsis gegenüber gestanden hatte und sich damals nicht vorstellen konnte in einem Krankenhaus zu arbeiten, ist sie heute sehr glücklich über ihre damalige Entscheidung, „schließlich kann nicht jeder mit seinem Beruf den Menschen ein Lächeln auf das Gesicht zaubern.“ Esra ist angekommen – angekommen bei dem, was sie macht. Deshalb möchte sie sich erst einmal auf ihre Arbeit als medizinische Masseurin und Dozentin konzentrieren, bevor sie über weitere Karriereschritte nachdenkt.